Handelskrieg zwischen USA und China: Wirtschaft in China spürt Folgen

Handelskrieg zwischen China und den USA

Der Handelskrieg zwischen USA und China hinterlässt deutliche Spuren in der chinesischen Wirtschaft: Seit Jahresbeginn hat sich der Außenhandel um 2 % reduziert, im Monat Juni sogar um 4 %. Besonders im Süden Chinas wurden aus diesem Grund bereits einige Fabriken geschlossen. Auch das Wirtschaftswachstum fiel im zweiten Quartal dieses Jahres auf 6,2 %. Für andere Volkswirtschaften wäre das zwar ein absolut erstrebenswerter Wert, doch für China ist dies die niedrigste Zahl seit 27 Jahren – und dieser Wert soll nach neuen Prognosen weiter fallen. Aber auch das Wirtschaftswachstum der USA und die globale Konjunktur werden durch die verhängten Strafzölle geschwächt. Weitere persönliche Verhandlungen sollen die Lösung des Konfliktes nun vorantreiben.

Huawei entlässt mehr als 70 % der Mitarbeiter in den USA

Mehr als 600 der 850 Beschäftigten der US-Forschungstochter des Technologieunternehmens Huawei stehen vor der Kündigung. Vor rund zwei Monaten setzte die USA das Unternehmen aufgrund Spionagebedenken auf die schwarze Liste. Damit ist es für Huawei illegal, einige Technologien an den Mutterkonzern in Huawei weiterzuleiten. Ebenfalls dürfen viele ihrer Produkte nicht mehr von US-Technologiekonzernen erworben werden.

 

Handelskrieg zwischen China und den USA

Die hohe Staatsverschuldung Chinas ist ein weiteres Problem, dem sich die chinesische Regierung nun stellen muss

Handelskrieg zwischen USA und China: Produktionsverlagerungen gehen kaum in die USA

Mit den Strafzöllen gegen China wollte Trump auch Arbeitsplätze in der Industrie zurück ins eigene Land holen. Zwar verlassen momentan auch viele Technologie- und Elektronikkonzerne China, aber die USA gehört kaum zu den Zielländern der Verlagerungen. Die meisten der geplanten Produktionsverlagerungen gehen nach Vietnam, Japan und Mexiko.

China kämpft mit geschwächter Auslandsnachfrage

Auch weiterhin hängt die Drohung des US-Präsidenten Trump im Raum, die Zölle von 25 % auf alle Importe aus China auszuweiten. Pekings langfristiger Plan ist es aber, das Wachstum auf einen starken Binnenmarkt zu fokussieren und sich dadurch weniger abhängig von Auslandsexporten zu machen. Das Risiko der Verschuldung bleibt jedoch weiterhin. Laut Schätzungen des Finanzdienstleisters Bloomberg liegt diese bereits auf 271 % der Wirtschaftsleistung des Landes. Trotzdem versucht die chinesische Regierung momentan das Wirtschaftswachstum durch lockere Geldpolitik, Steuersenkungen und weiteren Maßnahmen anzukurbeln.

Quellen: taz, Industriemagazin, Handelszeitung

 


Hier finden Sie einen Überblick über die letzen Entwicklungen:

Worum geht es im Handelskrieg zwischen China und den USA?

China verhängt Strafzölle für US-Importe

 

 

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