Klimaschutz in der Industrie: Ideen gegen den Klimawandel

Der Standort Deutschland soll es in der Industrie vormachen und den Klimaschutz vorantreiben. Die richtungsweisende Wortkombination heißt: industriefreundlicher Klimaschutz. Wie die Ideen gegen den Klimawandel aussehen, woran bereits konkret gearbeitet wird und welche Entwicklungen sich aktuell noch im Aufbau befinden, erfahren Sie hier.

Stahlbranche setzt auf Wasserstoff

Stahlkonzerne in Deutschland arbeiten intensiv an Alternativen zum Einsatz von Steinkohlenkoks. Eine zentrale Lösung ist der Einsatz von Wasserstoff als Reduktionsmittel im Stahlherstellungsprozess. Kann der Wasserstoff vollständig „grün“ erzeugt werden, bedeutet dies einen entscheidenden Fortschritt für den Klimaschutz. Entsprechende Projekte befinden sich bereits in der Umsetzung – unter anderem in Schweden, Österreich und Deutschland.

Industrie: CO₂ als Werkstoff

Spannend bleibt das Projekt Carbon2Chem. Hier wird untersucht, wie CO₂ gemeinsam mit Wasserstoff industriell weiterverwertet werden kann, etwa zur Herstellung chemischer Grundstoffe oder synthetischer Energieträger. Herausfordernd bleibt dabei vor allem die wirtschaftliche Skalierung. Der Bedarf an erneuerbarer Energie ist hoch und reicht derzeit noch nicht aus, um eine flächendeckende Massenproduktion zu ermöglichen.

Grüne Baustellen

Baumaschinen zählen weiterhin zu den größten Emissionsverursachern im Mobilitäts- und Bausektor. Hersteller bieten inzwischen vermehrt elektrische Baumaschinen wie (E-)Bagger, (E-)Radlader oder (E-)Hebekräne an. Erfahrungen aus aktuellen Projekten zeigen, dass sich Baustellenemissionen durch den gezielten Einsatz elektrifizierter Maschinen deutlich reduzieren lassen, insbesondere in urbanen und klar abgegrenzten Einsatzbereichen.

Biokraftstoff

Die Herstellung von Biokraftstoffen ist weiterhin mit hohem Energieaufwand verbunden. Aktuell liegt der Fokus verstärkt auf neuen Technologien sowie auf der Nutzung von Rest- und Abfallstoffen. Ein technologischer Durchbruch in diesem Bereich könnte es ermöglichen, Kraftstoffe aus unterschiedlichsten Formen von Biomasse herzustellen und fossile Energieträger schrittweise zu ersetzen.

Industrie: Speicher für Sonne und Wind

Power-to-Gas ist eine Technologie, die es ermöglicht, Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne in gasförmige Energieträger umzuwandeln. Diese lassen sich besser speichern und vielseitig nutzen – etwa zum Heizen oder als Kraftstoff. Die Technologie gilt als wichtiger Baustein der Energiewende, auch wenn Energieverluste im Umwandlungsprozess weiterhin eine technische und wirtschaftliche Herausforderung darstellen.

Häufige Fragen zum industriefreundlichen Klimaschutz

Was bedeutet industriefreundlicher Klimaschutz?
Industriefreundlicher Klimaschutz verbindet wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mit
konsequenter Emissionsreduktion. Ziel ist es, Industrieprozesse nachhaltiger zu gestalten,
ohne Standortvorteile oder Arbeitsplätze zu gefährden.
Welche Rolle spielt Wasserstoff dabei?
Grüner Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie. Er kann fossile Brennstoffe in
energieintensiven Prozessen – etwa in der Stahlproduktion – ersetzen und so CO₂-Emissionen
deutlich senken.
Ist CO₂ als Rohstoff wirklich nutzbar?
Ja. Projekte wie Carbon2Chem zeigen, dass CO₂ gemeinsam mit Wasserstoff weiterverarbeitet
werden kann – etwa zu chemischen Grundstoffen oder synthetischen Kraftstoffen.
Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen?
Die größte Hürde ist derzeit die wirtschaftliche Skalierung. Viele Technologien sind
technisch möglich, benötigen jedoch große Mengen erneuerbarer Energie und Investitionen.

Subunternehmer gesucht?

Wir vermitteln europaweit die besten Subunternehmen.

  • ○ All-inclusive-Preise ✔
  • ○ Top Referenzen ✔
  • ○ Verlässliche Teams ✔

Beiträge nach Themen