Bauwirtschaft und Industrie: Rückblick 2025 und Prognose 2026

Das Jahr 2025 stellte die Bauwirtschaft und Industrie in ganz Europa vor Herausforderungen. Die wirtschaftliche Entwicklung ließ in diesem Jahr weiterhin zu wünschen übrig. Mit einem Gesamtwachstum von 0,2 % stagnierte die deutsche Wirtschaft nahezu.  Hohe Unsicherheit, zurückhaltende Investitionen und eine schwierige geopolitische Lage, prägten das Jahr. Trotz erheblicher staatlicher Investitionen blieb auch der private Bausektor vorsichtig.

Bauwirtschaft 2025: Warum sich die Branche stabilisiert, der Wohnungsbau aber weiter schwächelt

Nachdem die Bauwirtschaft nun mehrere Jahre rückläufig war, scheint sie sich 2025 stabilisiert zu haben, allerdings auf einem sehr tiefen Niveau. Branchenverbände berichteten von einem minimalen Umsatzplus von etwa +0,6 %.

Getragen wurde diese Entwicklung vor allem durch staatliche Infrastrukturinvestitionen. Besonders der Tiefbau profitierte von Projekten im Bereich Verkehr, Energie und Digitalisierung.

Der Wohnungsbau blieb aber das Sorgenkind der Branche. Hohe Zinsen, steigende Baukosten und gesetzliche Vorgaben sorgten dafür, dass Projekte für den Neubau entweder verschoben oder gar nicht erst gestartet wurden.

Industrie- und Gewerbebau 2025: Warum Unternehmen vorsichtig bleiben und staatliche Projekte stabilisieren

Im Industrie- und Gewerbebau kann man aber 2025 auch nicht von einem Aufschwung sprechen. Eher von vorsichtiger Planung.
Investitionen in neue Produktions- und Lagerflächen wurden von vielen Unternehmen verschoben, insbesondere aufgrund hoher Energiepreise, geopolitischer Risiken und anhaltender Unsicherheiten im Welthandel.

Gleichzeitig entstanden punktuell neue Bauprojekte in Bereichen wie Energieversorgung, Logistik, Rüstung und Zukunftstechnologien – auch hier gaben staatliche Investitionen oder Programme der EU den Anstoß.

Diese Investitionen in Straßen, Schienen, Strom- und Breitbandnetze wirken stabilisierend auf Teile der Bauwirtschaft. Gleichzeitig bremsten verspätete Haushaltsbeschlüsse, knappe kommunale Kassen und lange Genehmigungsverfahren viele Bauvorhaben aus.

Wie Krieg, Energiepreise und internationaler Wettbewerb Bau und Industrie beeinflussen?

Die globalen Entwicklungen hatten 2025 erheblichen Einfluss. Der Krieg in der Ukraine, die stark schwankenden Energiemärkte und internationale Spannungen führten zu hohen Energiepreisen und verunsicherten Unternehmen weltweit. Zudem nahm der Wettbewerbsdruck aus anderen Wirtschaftsräumen, insbesondere aus Asien, deutlich zu.

Bau und Industrie im Wandel: Wie sehen die Prognosen für die Bauwirtschaft 2026 aus?

Die staatlichen und europäischen Investitionen aus diesem und dem letzten Jahr greifen 2026 langsam. Die viel kritisierten Planungs- und Genehmigungsverfahren verzögern Projekte auch weiterhin. Auch die komplexen Förderstrukturen und Kapazitätsengpässe bei Planung, Bauausführung und Verwaltung verlangsamen ein schnelleres in die Gänge kommen.

Die hohen Baukosten (Material, Planung, Ausführung, steigende Löhne im Baugewerbe) bremsen jedoch immer noch die Investitionen privater Häuselbauer. Die strengen Vorgaben und teuren Kredite der Banken erledigen den Rest.

2026 sollte also nicht als das Jahr des großen Booms gesehen werden, sondern als Jahr der Stabilisierung und Wende. Im Vordergrund stehen dabei ganz klar Projekte der Energieversorgung (Strom- und Wärmenetze), Sanierung bestehender Gebäude und strategisch wichtiger Industriebauten.

FAQ: Bauwirtschaft & Industrie 2025/2026

Die wichtigsten Fragen zum Rückblick 2025 und zur Prognose 2026 – kompakt beantwortet.

Warum war 2025 ein schwieriges Jahr für Bauwirtschaft und Industrie?
2025 war geprägt von Unsicherheit, hohen Energiepreisen, geopolitischen Spannungen und zurückhaltenden Investitionen.
Besonders der private Wohnungsbau litt unter hohen Zinsen, steigenden Baukosten und strengeren Vorgaben.
Was hat die Bauwirtschaft 2025 dennoch stabilisiert?
Vor allem staatliche Infrastrukturinvestitionen wirkten stabilisierend – insbesondere im Tiefbau
(Verkehr, Energie, Digitalisierung).
Warum blieb der Wohnungsbau auch 2025 schwach?
Hohe Finanzierungskosten, steigende Material- und Baupreise sowie regulatorische Anforderungen führten dazu,
dass viele Neubauprojekte verschoben oder gar nicht gestartet wurden.
Welche Rolle spielten geopolitische Krisen und Energiepreise?
Volatile Energiemärkte und geopolitische Risiken erhöhten die Kosten und die Planungsunsicherheit.
Dadurch wurden Investitionsentscheidungen verzögert und Projekte vorsichtiger kalkuliert.
Wird 2026 ein Boom-Jahr für die Bauwirtschaft?
Eher nicht – 2026 gilt eher als Jahr der Stabilisierung und Wende. Investitionen beginnen zwar zu greifen,
aber hohe Kosten, lange Genehmigungen und Kapazitätsengpässe bremsen weiterhin.
Welche Projekte stehen 2026 besonders im Fokus?
Im Vordergrund stehen Energieversorgung (Strom- und Wärmenetze), Sanierung/Bestand sowie strategisch wichtige
Industrie- und Infrastrukturprojekte.

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