Der Handelskrieg zwischen China und den USA

Der Konflikt zwischen den USA und China zieht sich bereits schon seit mehreren Monaten. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Medien nicht darüber berichten. Doch worum genau geht es in diesem Streit eigentlich? Und inwieweit ist man in Europa davon betroffen? In unserem aktuellen Blogbeitrag haben wir die Antworten.

 

Worüber wird gestritten?

Zwischen Donald Trump und Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping herrscht dicke Luft. Dem Präsidenten der Vereinigten Staaten ist es nicht recht, dass die USA mehr Waren in China einkauft als umgekehrt. Jährlich geben Amerikaner rund 375 Milliarden US Dollar mehr für chinesische Produkte aus als Chinesen für amerikanische. Eine Tatsache, die Donald Trump so gar nicht gefällt, will er doch, dass die USA mehr Produkte exportieren als importieren. Zudem wirft er den Chinesen vor, sie würden unfair handeln, da sie Produktpiraterie betreiben würden.

Wie wehrt sich Trump?

Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres führte Trump Strafzölle auf chinesische Produkte ein. Erst waren es Abgaben auf Stahl und Aluminium, kurz darauf kamen noch 1.300 weitere chinesische Produkte zu dieser Liste hinzu. Vor allem Hightech-Artikel wie Industrieroboter, Lithium-Batterien, sowie Ausrüstung für Telekommunikation sind davon betroffen. Mit diesen zusätzlichen Strafzöllen will er bewirken, dass Amerikaner eher heimische Produkte kaufen.

Handelskrieg China und USA | subauftrag.com informiert

China schlägt zurück

Die chinesische Regierung lässt das nicht so einfach auf sich sitzen und schlägt mit ähnlichen Mitteln zurück – so wurden in China auf mehrere amerikanische Produkte 15 bzw. 25% Strafzölle verhängt. Unter anderem auf Schweinefleisch, Wein, Obst und Nüsse. Ebenso betroffen sind Autos, sowie Produkte der Chemie- und Flugzeugindustrie.

Inwieweit ist Deutschland betroffen?

Obwohl weder China noch die USA in unmittelbarer geografischer Nähe zu Deutschland liegen, bekam man den Handelskrieg dennoch gleich zu spüren. In erster Linie traf es alle, die in Aktien investierten. Diese verloren nach einer Reihe an Nachrichten über Strafzöllen an Wert. Ebenso betroffen sind deutsche Firmen, die am Weltmarkt Lithium-Batterien oder Sojabohnen einkaufen müssen. Aufgrund der verhängten Strafzölle könnte es passieren, dass weniger von diesen Produkten hergestellt wird. Durch das sinkende Angebot würde somit auch der Preis steigen.

Lösung in Sicht?

Aktuell finden Handelsgespräche zwischen den USA und China statt. Die weiteren angedrohten Strafzölle der USA, die im Jänner in Kraft treten sollten, wurden verschoben. Die Spirale der Eskalation scheint vorerst gestoppt und die Finanzmärkte können wieder etwas aufatmen. Die chinesische Automobilbranche leidet aber maßgeblich unter dem Zollstreit, was auch einen Rückgang in der Autoproduktion zur Folge hatte. Wie genau es im Konflikt der Weltwirtschaften weiter geht ist noch unklar. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

Quellen:

Handelsblatt
Euractiv

 

 

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren: 

Einsatz von professionellen Subunternehmer Teams in den USA

Qualifizierte Fachkräfte aus Slowenien

 

 

 

 

 

Über diesen Blog

Aktuelles und Informationen rund um den internationalen Einsatz und die Vermittlung von Subunternehmen.