Auftragsbank vs. Vermittler für Subunternehmen: Was ist die beste Wahl?

Eine Auftragsbank nach der anderen sprießt aus dem saftigen Internet-Boden und beeinflusst den Wettbewerb um lukrative Aufträge. Denn das gute alte deutsche „Hand“-Werk wurde vom digitalen 21. Jahrhundert eingeholt und wird nicht mehr nur direkt gekauft oder durch Branchenexperten vermittelt. Doch sind diese Plattformen für Fachbetriebe aus Industrie und Gewerbe tatsächlich so vorteilhaft oder beeinflussen sie Preis und Qualität? Ist die Auftragsvermittlung durch einen spezialisierten Vermittler nicht doch erfolgversprechender und vor allem leistbarer?

In diesem Beitrag erfahren Sie:

Was ist eine Auftragsbank und wie funktioniert sie?
Was sind Vermittlungsexperten?
Wie wird man Subpartner bei einer Vermittlungsfirma und was muss man bezahlen?
Wie wird man Mitglied bei einer Auftragsbank und was muss man zahlen?
Qualität bei einer Vermittlungsfirma – wie wird sie gesichert?
Wie wird die Qualität bei einer Auftragsbank gesichert?
Fazit: Auftragsbank oder Vermittlungsagentur?

Was ist eine Auftragsbank?

Auftragsportale und Auftragsbanken nannte man früher “Auktionsportale”. Der Auftraggeber gibt sein auszuführendes Projekt und seinen Maximalpreis auf der Plattform bekannt. Interessierte Unternehmen versuchten sich dann nach dem Auktionsprinzip, nur eben umgekehrt, preislich zu unterbieten.

Die verrufenen Rückwärtsauktionen sind auf den meisten Portalen aber nicht mehr zu finden. Denn Angebote werden nur noch verdeckt abgegeben. Das unterbieten wird somit nicht mehr möglich. Aber wer glaubt, Niedrigpreise allein sind ein Garant, um Zuschläge zu erhalten, täuscht sich. Positive Bewertungen, Referenzen und die richtige Kernkompetenz sind für viele Kunden ausschlaggebend.

Was sind Vermittlungsexperten?

Vermittlungsexperten setzen in erster Linie auf persönlichen Kontakt mit Kunden und Subpartnern. Anfragen von Kunden werden vorab sorgfältig geprüft und sortiert. Entsprechen die Anfragen den Qualitätskriterien der jeweiligen Vermittlungsfirmen, nehmen die Experten persönlichen Kontakt zum möglichen Kunden auf und klären die konkreten Eckdaten (Dauer, Ort, Teamstärke, Preis) ab.

Erst wenn alle projektrelevanten Punkte, inklusive Liquiditätsprüfung, erfolgt sind, informieren die Vermittler die dafür infrage kommenden Subpartner. Ob Aufträge angenommen werden, entscheiden die Unternehmer frei.

Die Subpartner bei Vermittlungsexperten sind geprüfte Subunternehmen, die neben ihrer qualitativen Ausbildung auch an allen notwendigen Zertifizierungen verfügen. Im Regelfall verfügen Vermittlungsexperten über ein großes Netzwerk an Subfirmen, die sie genau für das Bauvorhaben jedes Kunden auswählen können. So finden sie die richtigen Teams.

Ein Vorteil von Vermittlerfirmen wie beispielsweise Subauftrag: Die Arbeit, die bis zu diesem Zeitpunkt verrichtet wurde, hat den Partnern weder Zeit noch Geld gekostet. 

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Wie wird man Subpartner bei einer Vermittlungsfirma und was muss man bezahlen?

Möchte ein Unternehmen Subpartner bei einem Vermittler werden, sollte dieses sich vorab über die Bewerbungskriterien informieren.

Zur Qualitätssicherung haben sich manche Vermittler auf einzelne Gewerke spezialisiert. (z. B. Elektro, HKLS, Schlosser, Schweißer) Zusätzlich spielen Referenzen, Mitarbeiteranzahl und natürlich die richtigen Papiere (Gewerbeschein, A1-Papiere, Zollpapiere etc.)  eine entscheidende Rolle bei der Bewerbung.

Auftragsbank

Als ersten Schritt genügt aber oft die Kontaktaufnahme, über die dafür vorgesehenen Online-Formulare. Erfüllt man die Kriterien, kommt es schon zum ersten persönlichen Kontakt durch einen firmeninternen Branchenexperten.

Danach folgen ein persönliches Treffen und eine Vertiefung des Kennenlernens beider Seiten. Voraussetzungen, Bedingungen, genaue Abläufe und vertragliche Einzelheiten werden besprochen und festgelegt.

Die Subpartner müssen keinen Mitgliedsbeitrag oder ähnliches bezahlen.

Vielmehr gibt das Partnerunternehmen den Preis seiner Dienstleistung bekannt.

Die Vermittlungsfirma schlägt ihre Provision auf und bietet diesen Preis dann dem Kunden an.  Somit fallen für das Partnerunternehmen keine Kosten an.

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Wie wird man Mitglied bei einer Auftragsbank oder einem Auftragsportal und was muss man zahlen?

Unternehmen können sich auf Online-Plattformen anmelden. Bei den meisten müssen Firmen Gesellenbriefe und/oder Meisterbrief vorlegen. Man gibt an, wo man sich befindet, auch welche Referenzen und Qualifikationen man hat und wo die Kernkompetenzen des Gewerbebetriebs liegen.

Manch eine Auftragsbank verlangt Provisionen, manche Mitgliedsbeiträge und wieder andere verkaufen Packages.

Unternehmen müssen zumeist vorab schon einen Betrag bezahlen, um Aufträge überhaupt einsehen zu dürfen oder sich darauf zu bewerben. Um fortlaufend über eingehende Aufträge informiert zu werden, müssen häufig bindende Mitgliedschaften geschlossen werden.

Wie sichert man die Qualität bei einer Vermittlungsfirma?

Jede Vermittlungsfirma hat je nach Erfahrung ihre eigenen Qualitätssicherungskriterien.

Grundsätzlich müssen Subunternehmen aber Voraussetzungen erfüllen, wie:

  • Firmenbuchauszug, Gewerbeschein sowie steuerliche Erfassung
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt und der jeweiligen Krankenkasse
  • Betriebs-Haftpflichtversicherung
  • Dokumente und Bescheinigungen für Auslandseinsätze, inklusive Handwerkskammerbescheinigung, deutsche Steuernummer, Zollmeldung, A1-Versicherungsbestätigung, Arbeits-und Aufenthaltserlaubnis und gültige Haftpflichtversicherung

Erfahrene Vermittlungsexperten stehen während des gesamten Auftrags mit Kunden und Bauleitung in Kontakt und erhalten laufend Feedback.

So ist die Vermittlungsfirma fortlaufend über die Qualität der Arbeit der Subpartner informiert und kann sofort reagieren, sollten Qualitätskriterien nicht erfüllt werden.

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Wie wird die Qualität bei Auftragsportalen oder Auftragsbanken gesichert?

Es dürfen sich prinzipiell nur Unternehmen mit Gewerbeschein, Handelsregisterauszug und einem Eintrag bei der Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer oder ähnlichem bewerben.

Zweitwichtigstes Instrument zur Qualitätssicherung ist der auf dem Auftragsportal oder der Auftragsbank öffentliche „Qualitätsindex“ des Dienstleisters. Denn das bedeutet, Rezessionen und Bewertungen geben Auftraggeber für alle einsehbar bekannt.

Auftragsbank Auftragsportal

Fazit: Auftragsbank oder Vermittlungsagentur?

Auftragsbanken sind zwar leicht zu benutzen, bergen aber auch Risiken aufgrund fehlender Qualitätskontrollen. Denn Vermittlungsagenturen sind genau darauf ausgerichtet: Die hohe Qualität ihrer Subpartner zu garantieren und Bauprojekte umfassend zu betreuen. Das spart Kunden Zeit, Geld sowie vor allem Nerven.

Fazit für Subunternehmer

Als Subpartner kann man sich Zeit nach einem Einmalaufwand sparen, da der Vermittler diese Arbeit übernimmt. Der Vermittlungsexperte akquiriert Aufträge, klärt Auftragsdetails ab, kalkuliert und erstellt Angebote. Nach Auftragserhalt sendet er dann den dafür infrage kommenden Subpartnern ausgewählte Projektvorschläge via E-Mail-Ausschreibung. Subpartner können sich nach Einsicht der Projekteckdaten frei entscheiden, ob sie Aufträge annehmen oder nicht.

 

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