Corona: Kein Stillstand für Baubranche trotz COVID-19

Auch die durch sieben Jahre Wachstum verwöhnte Baubranche spürt die aktuelle Corona-Krise. Trotzdem hält sich der Bau gut: Im Gegensatz zu anderen Branchen wird hier kein Stillstand erwartet. Wie es um die Bauwirtschaft steht und welche Maßnahmen seitens der Regierung zu erwarten sind, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Themen in diesem Beitrag:

Coronavirus: Wie ist die Lage bei deutschen Bauunternehmen?

Die Krise betrifft nach aktuellem Stand etwa 20 % der deutschen Baufirmen. Ilona Klein, Sprecherin des Zentralverband Deutsches Baugewerbe, weist darauf hin, dass es zwar nicht vollkommen reibungslos läuft, aber 70-80 % der Bauwirtschaft noch tätig ist. Im Vergleich zu anderen Branche hält sich damit die Bauindustrie weiterhin gut.

Probleme durch den Ausfall von Bauämtern

Problematisch ist die Situation für Bauunternehmen, die auf die Zusammenarbeit mit Bauämtern angewiesen sind. Durch die Umstellung auf Home-Office kommt es kaum noch zur Abnahme von Baustellen. Auch öffentliche Bauvorhaben werden momentan wenig ausgeschrieben.

COVID-19 Probleme am Bau: Subunternehmer, Material und Lieferketten

Materialmangel befürchten momentan viele Unternehmen der Baubranche, einige sind davon auch schon betroffen. Viele Materialien werden aber ohnehin regional bezogen, so ist man nicht so sehr von globalen Lieferketten abhängig. Noch betreffen Lieferengpässe aber erst wenige Produktgruppen.

Auch Erkrankungen in der Belegschaft sorgen zunehmends für Personalmangel. Natürlich müssen aufgrund COVID-19 in der Baubranche Hygienemaßnahmen eingehalten werden, die zu Verzögerungen führen. Diese sind:

  1. Abstand halten: Min. 1,5 Meter
  2. In die Armbeuge niesen und husten, dabei Mund und Nase bedecken
  3. Gründliches und regelmäßiges Händewaschen
  4. Nicht mit den Händen das Gesicht berühren
  5. Nach Möglichkeit individuell zur Arbeit fahren

Corona in der Baubranche: In der deutschen Bauindustrie sind viele Arbeiter aus Osteuropa tätig. Aufgrund Grenzensperren und Quarantänemaßnahmen können viele davon aber momentan nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Aus diesem Grund haben wir eine Übersicht an Teams zusammengestellt, die wir momentan in Deutschland verlässlich vermitteln können, da sie bereits vor Ort sind:

Verfügbare Teams

Erlass des BMI und BMVI über Fortführung der Baumaßnahmen

Am 25. März bekam die Baubranche Grund zum Aufatmen: Der Erlass des BMI und BMVI über die Fortführung der Baumaßnahmen im Straßenbau, Hochbau und Wasserbau wurde bekanntgegeben. Bundesminister Scheuer sowie die Verbände der Bauwirtschaft sind sich einig, dass auch jetzt die Leistungsfähigkeit der deutschen Infrastruktur weiter auszubauen ist. Denn dies sei für Wirtschaft und Bevölkerung unabdinglich, um die wirtschaftlichen Konsequenzen der Covid-19-Krise schnell abzufedern.

Seitens Scheuer wurde auch die faire Verteilung COVID-19-bedingter Baustellenmehrkosten angesprochen. Darum geht es vor allem um die Mehrkosten für den Gesundheitsschutz der Arbeiter. Die dafür benötigten finanziellen Mitteln sollen Investitionshaushalte der Infrastruktur nicht belasten und stattdessen aus Fördermitteln des Bundes kommen.

Corona Baubranche: Hoffnungen auf den Staat als Auftraggeber

Viele private Auftraggeber aber auch Unternehmen verschieben momentan Aufträge. Die Angst vor der Arbeitslosigkeit oder das Bangen um die Zukunft des eigenen Unternehmens machen das leicht nachvollziehbar. Deshalb betont der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes die Bedeutung des Staats als Auftraggeber, der nicht ausfallen darf.


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