Intelligente Gebäudetechnik: Mehr als 20% CO2-Einsparung möglich

CO₂-Einsparungspotentiale im Gebäudesektor gibt es viele: Mit intelligenter Gebäudetechnik kann ergänzend zur thermischen Sanierung 20% CO₂ eingespart werden, wie eine aktuelle Studie der AIT Austrian Institute of Technology zeigt.

Energieeffizienz erhöhen: Gerade aktuell ein wichtiges Thema

Klimaziele, hohe Energiepreise, unsichere Situation am Energiemarkt: Die Erhöhung der Energieeffizienz gelangt im Gewerbe immer mehr in den Fokus. Der österreichische Gebäudesektor ist einer der energieintensivsten Sektoren – dort gibt es noch erhebliche CO₂-Einsparungspotentiale.

Allein im Jahr 2020 hat der Sektor acht Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent verursacht. Über drei Viertel der Bestandsgebäude in Österreich wurden vor dem Jahr 1990 gebaut und gelten laut Statistik Austria zu 60% als sanierungsbedürftig. Eine aktuelle Studie der AIT Austrian Institute of Technology zeigt die großen Einsparungspotentiale. Dafür müssen bei den Sanierungen auch intelligente Regeltechnik, intelligente Beleuchtung sowie ein verbessertes Haus- und Gebäudemanagement berücksichtigt werden.

Energieeffizienz

Gebäudeautomation steigert Energieeffizienz

Die optimale Nutzung von Energie – durch die Vernetzung von Technologien und Systemen macht dies die intelligente Gebäudetechnik möglich. Am größten sind die Einsparungspotenziele im Bereich Heizung. Durch Einsatz einer effizienten Reglung in Kombination mit einer ganzheitlichen Gebäudeautomation, gibt es bei einer Sanierungsrate von 5% ein Einsparungspotential von bis zu 85.000 Tonnen CO₂.

Aber auch bei der Trinkwassererwärmung und Beleuchtung deutliche Effizienzsteigerungen möglich. Damit die vollen Einsparungspotentiale ausgeschöpft werden können, braucht es allerdings noch die richtigen politischen Signale.

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ZU DER TEAM-ÜBERSICHT

Politische Maßnahmen gefordert

Die Studie der AIT Austrian Institute of Technology gibt eine Reihe von Empfehlungen an politische Entscheidungsträger. Derzeit werden bei den Förderungen ausschließlich rein thermische Aspekte der Sanierung berücksichtigt. Das Fördersystem muss daher in Richtung ganzheitlicher energetischer Sanierungen gerichtet werden.

Investitionssicherheit und Anreize für eine höhere Sanierungsrate sind hier ebenso notwendig wie die Verankerung von Kennwerten zur Steigerung der Systemeffizienz in relevanten österreichischen Richtlinien, Verordnungen und Baunormen. Öffentliche Gebäude sollten bevorzugt ganzheitlich energetisch saniert werden und so eine Vorbildfunktion einnehmen und als Referenzprojekte dienen.

Studie im Auftrag von Branchenverbänden

Die Studie „CO₂ Einsparungspotentiale im Gebäudebereich“ wurde vom AIT Austrian Institute of Technology, Center for Energy durchgeführt. In Auftrag gegeben und finanziert haben die Studie der OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik, der FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels sowie der Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker.

Sie finden die komplette Studie unter www.ove.at.

 

 

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